Die Karriere von Zsolt Hollo
Zsolt ist Trainer des TEAM PING PONG STORY und zählte einst zu den besten 100 Spielern der Welt. In diesem Artikel gibt er Einblick in seinen Weg und in seine Motivation, mit der Spitze und der Breite zu trainieren.
Ich komme aus Ungarn und habe mit sechs Jahren angefangen, Tischtennis zu spielen. In der Schule wurde uns angeboten, den Sport auszuprobieren, und sofort hat es mich gepackt. Mein grösster Erfolg war Platz 86 in der Weltrangliste. Ich konnte mehrere ungarische Meistertitel gewinnen. Bei der Schüler-Europameisterschaft holte ich die Bronzemedaille. Im Alter von 19 bis 24 war ich Profi. Ich hatte alles in den Sport investiert und immer versucht, besser zu werden.
Weg zum Trainer
Seit 25 Jahren bin ich nun Trainer. Eigentlich hatte ich nicht geplant, nach meiner Spielerkarriere in dieser Rolle tätig zu sein. Eine Tischtennisfirma suchte damals Unterstützung bei Lehrgängen und fragte mich, ob ich helfen könnte. Ich sagte zu und merkte schnell, dass mir die Arbeit Freude macht. Seither begleite ich Spielerinnen und Spieler aller Stärken. Ob eine neue Technik, ein Tipp oder einfach eine Motivation: Es ist für mich ein grosses Glück, wenn jemand von mir etwas für sein eigenes Spiel mitnehmen kann.
Grosse Fortschritte in wenigen Monaten
Mein Traum war es schon immer, in der Schweiz mit den besten Talenten zusammenzuarbeiten. Mit dem TEAM PING PONG STORY hat sich dieser Wunsch erfüllt. Die vier Spieler sind extrem motiviert, sie ziehen sich gegenseitig mit und bringen eine professionelle Einstellung mit. Jeder will sich verbessern und gibt im Training alles. Das motiviert auch mich zusätzlich. In den letzten Monaten habe ich grosse Fortschritte gesehen, besonders bei der Ernsthaftigkeit und der Intensität.
Trainingslager in Thailand und Lignano
Neben den regelmässigen Trainings organisiere ich auch internationale Camps. Im Dezember 2025 und Januar 2026 findet erstmals ein Trainingslager in Thailand statt. Ich war bereits dort und habe das Land sofort ins Herz geschlossen. Die Idee, ein Camp zu organisieren, kam auf ganz natürliche Weise. Thailand wird eine Kombination aus intensivem Training und dem Erlebnis, ein neues Land kennenzulernen.
Im Sommer 2026 folgt wieder das traditionelle Camp in Lignano, das wir jedes Jahr durchführen. Dort verbinden wir Training mit Ferien, Sonne und Erholung. Diese Camps sind immer etwas Besonderes, weil der Kopf frei ist und sich die Spieler voll auf Tischtennis konzentrieren können.
Die Herausforderung: Sparringpartner finden
Eine grosse Herausforderung in der Schweiz ist es, starke Sparringpartner zu finden. Wenn alle Athleten ein bis zwei Levels höher kommen, löst sich dieses Problem vielleicht von selbst. Ideal wäre es, wenn unsere Spieler öfter in Trainingsgruppen im Ausland arbeiten könnten.
Ich wünsche mir, dass in fünf Jahren einige unserer Spieler in den Top 100 oder 120 der Weltrangliste stehen. Mein persönlicher Traum ist es, einmal Nationaltrainer zu werden. Das wäre der Höhepunkt meiner Trainerkarriere.
Wichtig ist es, dass das TEAM PING PONG STORY breite Unterstützung findet. Mit mehr Ressourcen könnten wir zusätzliche Trainings, internationale Turniere und bessere Einzelbetreuung anbieten. Die vier Jungs sind auf dem richtigen Weg. Sie sind motiviert, ehrgeizig und wollen sich stetig verbessern. Für mich ist es ein Privileg, Teil dieser Reise zu sein. Mein Motto lautet: Immer nach vorne schauen. Genau das versuche ich auch meinen Spielern mitzugeben.