Marc
Schwitter

«Die PING PONG STORY ist ein Beispiel dafür, dass man die grossen Aufgaben im Leben nicht suchen muss. Sie finden einen.»

Vom intro­ver­tierten Studenten zum engagierten Leader und Tischtennis­förderer

Wenn im Leben von Marc Schwitter alles nach Plan gelaufen wäre, gäbe es keine PING PONG STORY. Und somit auch kein Team. Doch es kam anders. Aus seinem ursprünglichen Ziel eines Nebenjobs und einer guten Work-Life-Balance entwickelten sich ein Unternehmen und eine starke Vision für den Tischtennissport in der Schweiz.

Interview mit Marc Schwitter

Marc, spielst du eigentlich selber noch Tischtennis?
Ich hatte mit zwölf Jahren angefangen und in der Jugend sehr viel und intensiv gespielt. Weiter als C9 hatte ich es jedoch nicht geschafft. Heute spiele ich noch etwa einmal in der Woche. Sportliche Ziele habe ich noch. Gut möglich, dass ich in ein paar Jahren wieder Vollgas gebe.

Dein Büro ist seit 2021 im HOUSE OF TABLETENNIS in Rapperswil-Jona, das du mit dem Verein zusammen ins Leben gerufen hast. Stört dich das Pingpong nicht bei der Arbeit?
Im Gegenteil! Es macht mir grosse Freude zu sehen, wie leidenschaftlich Jung und Alt hier trainieren. Tagsüber und nachmittags finden meist Einzeltrainings mit Profitrainer Zsolt Hollo oder Norbert Tofalvi statt, an denen auch Spieler wie Numa Ulrich und Elias Hardmeier teilnehmen. Ihr Einsatz ist eine wahre Inspiration und hat auch die Idee zum TEAM PING PONG STORY gegeben.

«Die Trainings im HOUSE OF TABLETENNIS haben die Idee zum TEAM PING PONG STORY gegeben.»

Deine Firma heisst ja auch PING PONG STORY. Was ist die Geschichte dahinter?
«2011 war ich Texter in einer Werbeagentur. Ich wollte mehr Work-Life-Balance und schlug dem TTC Rapperswil-Jona ein Projekt vor: Lasst uns den Verein entwickeln! Jemand sucht Sponsoren, ich mache die Ausbildung zum A-Trainer, und dann steigen wir in die höchste Liga auf. Mein Plan war es, Teilzeit als Trainer in verschiedenen Vereinen und Teilzeit als Texter in der Agentur zu arbeiten.

Wer hat die Sponsorensuche übernommen?
Ein Kollege hatte zugesagt. Daraufhin suchte ich eine Lösung mit meinem Arbeitgeber. Der meinte, Teilzeit gäbe es nicht. Ich versicherte mich beim Kollegen, ob er wirklich Sponsoren finden würde, sodass wir den Trainerjob finanzieren können. Er bejahte und ich kündigte meinen Job.

Klingt nach einem Plan.
Ja. Aber kurz nach der Kündigung sagte mir der Kollege, dass er beruflich eine Veränderung habe und nicht beim Projekt dabei sein könne. Nun war ich da, ohne Job und ohne Aussicht auf Sponsoringgelder.

«Ich hatte damals keine Ahnung vom Verkaufen.»

Was hast du gemacht?
Ich hatte damals keine Ahnung vom Verkaufen. Zudem war ich sehr introvertiert. Ich hasste es, auf Leute zuzugehen. Anders war dies nur, wenn ich über Tischtennis sprach oder Trainings leitete. In diesem Bereich hatte ich genügend Selbstvertrauen. Deshalb wagte ich einen Versuch: Ich ging unangemeldet und persönlich bei Firmen vorbei und fragte die erstbeste Person, die ich traf: «Spielen Sie Pingpong?»

Wie ist das angekommen?
Ich befürchtete, dass man mich in hohem Bogen rausschmeisst. Doch bereits die erste Person lachte und begann zu erzählen. Es entwickelte sich fast immer ein Gespräch, in dem ich vom Vereinsprojekt erzählte und von unserem neuen Turnier, dem Obersee Cup, für das wir Sponsoren suchten. Nach etwa drei Monaten hatten wir über 25’000 Franken zusammen. Ich dachte zuerst, dass diese Firmen alle grosse Tischtennisfans seien. Aber das war ein Irrtum.

Weshalb sponserten sie dann?
An den Sponsoren-Apéro kamen die meisten. Danach war Funkstille. Einer sagte mir: «Weisst du, wir hätten auch für Bowling oder Federball gesponsert. Was uns wirklich überzeugt hat, war deine Geschichte.» Mir war nicht bewusst, dass ich eine Geschichte erzählt hatte. Offensichtlich hat der Umstand, dass ich für das Vereinsprojekt meinen Job gekündigt hatte, überzeugt. Mehr noch: Dass ich über den eigenen Schatten gesprungen bin und in die Verkäuferrolle ging, die mir so gar nicht lag, hat imponiert.

«Nichts verkauft so gut wie eine persönliche Geschichte.»

Was hast du mit dieser Erkenntnis gemacht?
Nichts verkauft so gut wie eine persönliche Geschichte. Diese Erkenntnis war der Anfang meiner Selbstständigkeit, der ersten Firma PING PONG Text + Konzept. Von den Sponsoren bekam ich zuerst Anfragen für Textaufträge. So wie meine Geschichte für den Verkauf gewirkt hatte, so entwickelte ich die Geschichte mit anderen Unternehmen, damit auch sie persönlich auftreten konnten. Daraus entstand dann die PING PONG STORY GMBH, mit der ich immer mehr auf Storytelling und später auch Verkaufsschulungen fokussierte. In diesem Zusammenhang sind auch zwei Bücher erschienen zum Thema LinkedIn und Social Selling (mit Co-Autor Flurin Capaul) sowie eines zum Thema Verkauf und Storytelling (mit Co-Autor Sandro Trovato).

Wie ging es mit Tischtennis weiter?
Von 2011 bis 2020 konnten wir den Verein immer weiter entwickeln. Neben dem Obersee Cup hatten wir Zuwachs im Nachwuchs und im Breitensport. Der Verein wurde zu einem Magnet für starke Spieler, was uns erlaubte, von der zweiten Liga immer weiter aufzusteigen. Ich stellte bald fest, dass mir die Arbeit als Trainer gar nicht wirklich zusagte. Als Hobby war das okay, als Job passte es nicht. Sponsoring und Marketing standen mir näher. Ich lernte in dieser Zeit auch, andere für eine Mitarbeit im Verein zu begeistern.

Wie hast du das gemacht?
Viele wollen, aber niemand hat Zeit. Dabei ist das Prinzip einfach, Menschen zu gewinnen. Jeder hat einen Wunsch, ein Ziel oder einen Traum. Als Initiator musst du diesen Traum herausfinden und dann schauen, wie dein Projekt deinem Gegenüber hilft, seinen Traum zu erreichen. Ein Mitglied zum Beispiel war als Grafiker tätig. Sein Traum war die Selbstständigkeit. Dafür fehlte ihm aber Webdesign-Kompetenz. Die Webseite des Vereins zu erstellen, brachte ihn seinem Traum näher.

«Da wir keine Löhne zahlen konnten, musste ich immer schauen, wie ich anderen auf ihrem persönlichen Weg helfen konnte, und überlegen, wie das wiederum dem Projekt nützt.»

Was hast du aus dieser Erkenntnis gewonnen?
Damals nicht viel. Da wir keine Löhne zahlen konnten, musste ich immer schauen, wie ich anderen auf ihrem persönlichen Weg helfen konnte, und überlegen, wie das wiederum dem Projekt nützt. Erst 2021, nach Abschluss des Projekts, wurde mir der wahre Wert dieser Erkenntnis bewusst. Ich sprach mit Führungskräften, die es gewohnt waren, den Einsatz ihrer Mitarbeitenden hauptsächlich mit Lohn zu erkaufen. Sie fanden meinen Ansatz spannend. Viele von ihnen hatten eine Vision in der Firma, die aber nicht diese Wirkung erzielte wie unser Projekt. Sie hatten Mühe, Sinn zu vermitteln und so die Produktivität zu steigern.

Die Arbeit in einer Firma ist ja auch etwas anderes als ein Vereinsprojekt.
Wirklich? Die zentrale Frage lautet immer: «Würdest du tun, was du tust, auch wenn es keinen Lohn gibt?» Wenn ja, dann bist du am richtigen Ort und wirst volle Leistung geben. Ob Verein oder Firma: Eine Vision zu haben macht nur dann Sinn, wenn sie diese Kraft entfaltet. Dazu braucht es Menschen, die sie authentisch leben und kommunikativ so stark sind, dass sie andere für die gemeinsame Sache begeistern können. Das ist ein Skill, den ich nebenbei entwickelt habe – entwickeln musste, denn ein Vereinsprojekt ziehst du nur mit zahlreichen Helfern durch.

«Früher war ich introvertiert, heute stehe ich vor Leadern und unterstütze sie dabei, ihre Mitarbeitenden für Top-Leistungen zu gewinnen.»

Das Vereinsprojekt, das als Trainer-Nebenjob geplant war, hat sich also zu einer Praxis-Ausbildung in Storytelling, Kommunikation und Führung für dich entwickelt. Wo stehst du heute?
Was mit Texten und Storytelling angefangen hat, ist heute mit der PING PONG STORY ein Unternehmen, das anderen Firmen hilft, ihre Produktivität zu steigern, mit zwei Ansätzen: Die visionären Macher im Betrieb werden befähigt, ihre Vision so zu leben und zu vermitteln, dass sie attraktiv für die Mitarbeitenden wird und somit mehr geleistet wird. Nicht weil man muss, sondern weil es sinnhaft ist.

Der zweite Ansatz ist die Aktivierung der stillen Schaffer. Als Introvertierter gehörte ich früher selber zu ihnen. Durch die Führung im Vereinsprojekt habe ich gelernt, wie ich meine Ideen verkaufen kann und mit Konflikten umgehen muss, um Erfolg zu haben. Stille Schaffer bergen ein enormes Potenzial, das Firmen noch viel zu wenig nutzen. Mehr noch: Wenn stille Schaffer nicht gehört werden oder es nicht schaffen, sich einzubringen, kündigen sie. Ein Verlust für die Firma und keine Lösung für den Arbeitnehmenden, da die Situation am neuen Ort meist nicht anders ist.

«Das TEAM PING PONG STORY soll sportlich erfolgreiche und menschlich überzeugende Vorbilder hervorbringen, die Jung und Alt für Tischtennis begeistern können.»

Und wie sieht es mit Tischtennis aus?
Trainer bin ich nicht mehr, aber die Work-Life-Balance habe ich gefunden: Ich habe heute 100 % Life. Mein ganzes Leben ist der Vision von SPIN CITY gewidmet. Was als Vereinsprojekt angefangen hat, ist zu einem Engagement für den nationalen Tischtennissport geworden. Das TEAM PING PONG STORY ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Ich bin unendlich dankbar, dass ich jeden Tag aufstehen darf, um ein Unternehmen aufzubauen und weiterzuentwickeln, das eines Tages massgebliche Mittel erwirtschaften kann, um diese Vision zu verwirklichen. Wie im Verein braucht es auch hier jede Unterstützung von allen, die dieselbe Vision teilen: eine Schweiz, in der Tischtennis als Sport eines Tages so bekannt und beliebt ist wie Pingpong als Spiel. Das TEAM PING PONG STORY ist ein weiterer Schritt in diese Richtung, da dieses Team sportlich erfolgreiche und menschlich überzeugende Vorbilder hervorbringen soll, die Jung und Alt für Tischtennis begeistern können.

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