Schweizermeisterschaften Elite 2026: 

Elias Hardmeier schreibt seine Geschichte weiter

Vor den Schweizermeisterschaften wurde viel spekuliert. Das Teilnehmerfeld war ausgeglichen, die Liste der Titelanwärter lang. Im Fokus stand einmal mehr Titelverteidiger Elias Hardmeier, doch mit Elia Schmid, Noe Keusch, Barish Moullet und weiteren Spielern war die Konkurrenz breit aufgestellt.

Die Elite Schweizermeisterschaften 2026 in Tenero hielten, was sie versprachen. Hochklassige Spiele, enge Entscheidungen und ein Finale, das dem Anlass mehr als gerecht wurde.

Hardmeier bestätigt seine Dominanz

Am Ende setzte sich erneut Elias Hardmeier durch. Im Final gegen Elia Schmid entwickelte sich ein intensives Duell mit mehreren Wendungen. Nachdem Hardmeier im sechsten Satz bereits Matchbälle hatte, kämpfte sich Schmid noch einmal zurück und erzwang den Entscheidungssatz. Dort zeigte Hardmeier seine Klasse und sicherte sich mit einem klaren 11:5 seinen dritten Schweizermeistertitel in den letzten vier Jahren.

Eine beeindruckende Konstanz, die vor allem auf mentaler Stärke basiert. Genau diese Qualität zog sich durch das gesamte Turnier. Mehrfach musste Hardmeier Rückstände drehen, blieb jedoch in den entscheidenden Momenten ruhig und konsequent.

    TEAM PING PONG STORY mittendrin?

    Das TEAM PING PONG STORY war mit vier Spielern am Start und konnte sich mehrfach in Szene setzen. Neben dem Titel von Hardmeier überzeugte vor allem Noe Keusch mit dem Einzug ins Halbfinale im Einzel. Dort kam es zur Neuauflage des letztjährigen Duells gegen Hardmeier. Keusch hielt lange dagegen, musste sich am Ende aber mit 2:4 geschlagen geben.

    Auch im Doppel zeigte das Team Präsenz. Keusch und Numa Ulrich erspielten sich gemeinsam die Bronzemedaille.

    Für Cédric Tschanz verlief das Turnier hingegen unter den eigenen Erwartungen. Nach einem soliden Auftakt musste er sich bereits in der zweiten Runde im Entscheidungssatz geschlagen geben.

      Stimmen aus dem Team

      Elias Hardmeier

      Der Titelgewinn wirkt von aussen souverän. Der Weg dahin war jedoch nicht einfach.

      Nach dem frühen Aus im Doppel musste Hardmeier zuerst die richtigen Emotionen wiederfinden. «Es war schwierig, direkt wieder positiv zu sein», beschreibt er die Situation. Doch genau das gelang ihm. Schritt für Schritt fand er ins Turnier.

      Besonders gefordert wurde er gegen Sam Boccard und im Halbfinal gegen Noe Keusch. Beide Matches kippten erst im Verlauf des Spiels zu seinen Gunsten: «Es gab einen Moment, in dem ich gespürt habe, dass das Momentum auf meiner Seite ist.»

      Im Final bewies er dann seine mentale Stärke. Nach zwei vergebenen Matchbällen blieb er ruhig und fokussiert. «Ich habe versucht, wirklich nur Punkt für Punkt zu spielen.»

      Sein Fazit: eine starke Leistung auf spielerischer und vor allem mentaler Ebene.

      Noe Keusch

      Für Keusch war das Wochenende ein Wechselbad der Gefühle.

      Sportlich resultierte mit zwei Halbfinals eine starke Platzierung. Trotzdem blieb ein gemischtes Gefühl zurück: «Mit meiner spielerischen Leistung bin ich nicht ganz zufrieden. In den Wochen davor habe ich besser gespielt.»

      Zusätzlich hatte er Mühe mit den Bedingungen in der Halle. «Der Boden hat bei Aufschlägen spürbar nachgegeben. Das hat mich aus dem Konzept gebracht.»

      Trotzdem ordnet er das Turnier richtig ein. Es ist ein weiterer Schritt auf seinem Weg: «Auch dieses Turnier ist nur ein Stopp Richtung Olympia.»

      Numa Ulrich

      Ulrich zeigte eines seiner stärksten Turniere auf nationaler Ebene.

      Nach Startschwierigkeiten im Doppel kämpfte er sich gemeinsam mit Keusch zurück ins Spiel und drehte das Viertelfinale. Im Einzel überzeugte er mit klaren Siegen in den ersten Runden.

      Sein Highlight war das Achtelfinale gegen Elia Schmid. Nach einem 1:3-Rückstand kämpfte er sich zurück und erzwang den Entscheidungssatz. «Alle Spiele waren fertig und die ganze Halle hat zugeschaut. Das war ein richtig cooles Erlebnis.»

      Am Ende verlor er knapp mit 12:14 im siebten Satz. Trotzdem zieht er ein positives Fazit: «Ich konnte vieles umsetzen, was ich im Training erarbeitet habe.»

      Cédric Tschanz

      Für Tschanz verlief das Wochenende nicht nach Plan.

      Mit hohen Zielen angereist, wollte er sowohl im Doppel als auch im Einzel angreifen. Im Doppel scheiterte er im Viertelfinal knapp gegen das spätere Siegerduo.

      Im Einzel folgte nach einem überzeugenden Start das Aus in Runde zwei gegen Timothy Falconnier. «Ich konnte meiner Favoritenrolle nicht gerecht werden.»

      Ein früher Rückschlag, der zeigt, wie eng die Leistungsdichte in der Schweiz mittlerweile ist.

      Die Schweizermeisterschaften 2026 zeigen einmal mehr, wie hoch das Niveau im Schweizer Tischtennis aktuell ist. Viele enge Spiele, neue Namen, die nach vorne drängen, und gleichzeitig ein Spieler, der sich konstant an der Spitze hält.

      Für das TEAM PING PONG STORY war es ein Turnier mit Erfolgen, wichtigen Erfahrungen und klaren Erkenntnissen.

      Oder anders gesagt: ein weiterer Schritt auf einem Weg, der noch lange nicht zu Ende ist.