Vom Spieler zum Content Manager:
Cédric Tschanz in seiner neuen «alten» Rolle beim TEAM PING PONG STORY
Im letzten Beitrag ging es um Cédrics Rücktritt von seiner aktiven Karriere. Heute richten wir den Fokus auf seine Zukunft.
Mit dem Ende seiner aktiven Laufbahn fokussiert sich der ehemalige Nationalspieler auf seine Trainerkarriere beim TTC Rio-Star Muttenz und sein Studium der Sportwissenschaften an der Universität Basel. Auch dem TEAM PING PONG STORY bleibt er weiterhin als Content Manager erhalten: eine Rolle, die er bereits diese Saison parallel zu seiner aktiven Karriere ausgefüllt hat.
Instagram, Webseite, Newsletter: Mehr Präsenz für Schweizer Top-Spieler
Jeden Monat erscheint der PING POST mit Blog-Beiträgen rund um das Team, die Spieler und den Schweizer Tischtennis-Sport. Cédric erstellt den Redaktionsplan, koordiniert die Einsendungen des Rohmaterials der Spieler und ist für das Gesamtkonzept verantwortlich.
«Für mich ist Kommunikation genauso wichtig wie gutes Training», sagt Cédric. «Wenn niemand weiss, was wir machen, können wir auch keine Menschen begeistern. Social Media macht unseren Weg sichtbar, mit all seinen Höhen, Tiefen und Emotionen, und schlägt eine Brücke zwischen Sportlern, Fans und Sponsoren. Das ist nicht nur wichtig für uns, sondern auch für die nächsten Generationen, die sehen sollen, dass man in der Schweiz etwas aufbauen kann.»
Cédric ist nicht der Einzige im Team mit einer Führungsfunktion. Teamleader Elias Hardmeier übernimmt neben seiner Rolle am Tisch auch organisatorische Verantwortung. Er koordiniert die Trainingstermine und plant Anlässe für Gönner und Sponsoren. Damit verfügt das TEAM PING PONG STORY über zwei erfahrene Athleten, die nicht nur spielen, sondern das Projekt aktiv mitgestalten.
Vom Spieler zum Mentor: Ansprechpartner für junge Talente
Neben der Kommunikationsarbeit übernimmt der erfahrene Nationalspieler auch eine beratende Funktion für die jüngeren Athleten im Team.
Profikarriere, Trainingslager in Shanghai, zwei Jahre Montpellier, Olympia-Quali-Versuche, zwei Hüftoperationen und diverse Comebacks: Der Spitzenathlet hat vieles erlebt und überwunden. «Ich bin überzeugt, dass die Jüngeren davon profitieren können», sagt Cédric. «Wie plane ich meine Saison? Wie kombiniere ich Liga, internationale Turniere und Trainingslager? Wie gehe ich mit Rückschlägen um? Das sind Fragen, die ich selbst lange alleine beantworten musste. Ich will, dass die nächste Generation es etwas einfacher hat.»
Eine neue Trainer-Generation in der Schweiz
Parallel dazu beginnt Cédric seine Trainerausbildung. Im Schweizer Tischtennis kam die Expertise bisher vor allem aus dem Ausland. Eine eigene Schweizer Trainer-Generation, die selbst auf höchstem Niveau gespielt hat und dieses Wissen weitergeben kann, ist in der Entstehung. «Ich hoffe, Teil dieser Bewegung zu sein», so Cédric.
Schweizer Spieler scheitern nicht am Talent, sondern an fehlenden Strukturen.
Was Cédric von Anfang an beim TEAM PING PONG STORY überzeugt hat, ist die Vision dahinter. Es geht darum, einen Kreislauf zu durchbrechen und es ambitionierten Spielerinnen und Spielern im Alter von ca. 16–25 zu ermöglichen, international erfolgreich zu werden.
Während die Schweiz im Tischtennis grosse Fortschritte im Breitensport sowie im Nachwuchs macht, sind die Voraussetzungen für aktive Leistungssportler immer noch nicht gegeben. Es fehlt an Sparringpartnern, Hallen und professionellen Strukturen, die Leistungssport ermöglichen. Im Fussball, Eishockey oder Tennis gibt es Akademien mit klaren Tagesabläufen, die den Jugendlichen Richtung und Struktur geben. Im Tischtennis gibt es diese nur im Ausland.
Der Grund dafür sind fehlende finanzielle Mittel. Um einen funktionierenden Markt aufzubauen, braucht es Spielervorbilder, die international erfolgreich sind, Medienpräsenz erhalten und dadurch einer breiten Öffentlichkeit bekannt werden. Das weckt das Interesse von Zuschauern und damit auch von Sponsoren.
Hier beginnt der Kreislauf: Für internationale Erfolge braucht es genau die oben beschriebenen Rahmenbedingungen, wie Hallen, Gelder und Sparringpartner, die Leistungssport möglich machen. Kurz: ohne Mittel keine Erfolge, ohne Erfolge keine Mittel.
Das TEAM PING PONG STORY setzt an diesem Punkt an.
Erstens unterstützt es leistungsorientierte Spieler im Elitebereich mit Training, Infrastruktur und Teambuilding. Zweitens bietet es den Athleten flexible Jobmöglichkeiten als wichtige Einnahmequelle beim Übergang zum professionellen Sport. Und drittens vernetzt es Sportler mit Unternehmen. Weiter ist eine kleine Lokalität für einen professionellen Trainingsbetrieb in Planung.
Für Cédric liegt der Hauptfokus im Moment auf seiner Trainerkarriere beim TTC Rio-Star Muttenz und auf seinem Studium. «Daneben ist meine Rolle als Content Manager und Spielerberater im TEAM PING PONG STORY ein konkreter Beitrag, junge Athleten einen Schritt näher an internationale Erfolge zu führen», sagt Cédric. «Darauf freue ich mich.»